Das eigene SelbstbildWenn Du heute in den Spiegel schaust, kannst Du Dir vorstellen, Dich bereits in Kürze noch besser, fitter und gesünder zu fühlen? Ja? Großartig! Nein? Dann könnte es schwierig mit dieser Veränderung für Dich werden.

Veränderung hat eine Menge mit Glauben zu tun. Vor allem auch damit, was wir von uns selbst glauben. Die Dinge, die wir über uns selbst wissen und glauben, können wir unter dem Begriff “Selbstbild” zusammenfassen.

Warum unser Selbstbild eine Rolle für unsere Gesundheit spielt

Wenn wir gesünder leben wollen, indem wir beispielsweise gesund essen, bedeutet das nicht nur äußerliche, sondern auch innerliche Veränderung: Nicht nur unser Körper ist von den Veränderungen betroffen, sondern auch unser Kopf. Indem wir uns verändern, muss unser Verstand ein neues Selbstbild für uns schaffen: Wir sind plötzlich nicht mehr müde und unmotiviert, sondern fit und energetisch. Vielleicht ernähren wir uns anders. Vielleicht bewegen wir uns mehr. Das sind viele Dinge, die unser Kopf erstmal einordnen muss.

Problematisch ist es, wenn unser Kopf unser neues angestrebtes Selbstbild nicht annehmen will: Wenn wir z.B. oft unmotiviert sind, können wir uns vielleicht nicht vorstellen, dass wir in einigen Monaten unser Bewegungsverhalten positiv geändert haben. Unser Kopf denkt vielleicht: “Du bist doch nie motiviert, Du schaffst das sowieso nicht! Sei doch mal realisitisch!”

Kein Wunder, wenn wir dann keine Fortschritte machen. Wir glauben uns selbst nicht, dass wir uns erfolgreich verändern können und geben so viel schneller auf, als wenn wir es glauben könnten.

Ein neues Selbstbild schaffen

Wenn wir uns verändern können, müssen wir also dafür sorgen, dass unser Selbstbild sich mitverändert – in eine Richtung, in der es uns unterstützt.

Dazu müssen wir zuerst herausfinden, wie unser momentanes Selbstbild aussieht. Am besten funktioniert das schriftlich: Nimm Dir einen Zettel und einen Stift oder auch ein Computer-Dokument und schreib Dir auf, was Du von Dir glaubst, weißt und denkst. Welche Eigenschaften hast Du? Was bist Du für ein Mensch? Gib Dir einmal eine realistische Einschätzung von Dir selbst!
Lass Dir ruhig etwas Zeit mit der Übung. Je länger Du Dir Zeit dafür nimmst, desto mehr wird Dir einfallen und desto akurater wird das Bild sein.

Nachdem Du nun Dein aktuelles Selbstbild definiert hast, musst Du jetzt Dein Wunsch-Selbstbild definieren: Schreibe nun auf, welche Eigenschaften Du haben möchtest und was für ein Mensch Du sein möchtest. Nimm Dir auch dafür genug Zeit und lass Deiner Fantasie freien Lauf.

Wenn Du auch das getan hast, besinne Dich auf Deine Gesundheitsziele: Wenn Du Deine Ziele im Bereich Gesundheit erreichen möchtest, was musst Du dann von Deinem alten (aktuellen) Selbstbild zurücklassen und wo musst Du mehr wie Dein neues Selbstbild werden? Ein Beispiel: Wenn Du Dich mehr bewegen möchtest, würde es nicht passen, wenn Du Dich als einen Mensch siehst, dem Bewegung keinen Spaß macht. Und wenn Du Dich gesünder ernähren möchtest, wird es Dir nicht helfen, Dich als Kaffee- oder Fast-Food-Junkie zu sehen.

Um Dein neues Selbstbild nach und nach zu aktivieren, musst Du Dich langsam daran gewöhnen, dieser neue Mensch zu sein. Das fängt wieder bei unseren Gedanken in unserem Kopf an: Durch regelmäßige Visualisierungen können wir unser neues Selbstbild in uns festigen. Baue einfach Dein neues Selbstbild in Deine Visualisierungen mit ein. In Deinem Zielfilm befindet sich dann nicht nur die Situation, wie Du Dein Ziel erreichst (oder erreicht hast), sondern auch, was für ein Mensch Du bist, wenn Du dieses Ziel erreichst.

Bis wir Aspekte unseres Selbstbildes tatsächlich verändert haben, kann es oft eine Zeit lang dauern. Und oft merken wir die Veränderungen nicht bewusst, da es sich dabei um einen unterbewussten Prozess handelt. Von einem positiven Selbstbild profitieren wir aber in jeder Situation, die uns begegnet – insofern ist die Schaffung eines positiven Selbstbildes immer von Vorteil, auch wenn wir es nicht immer direkt sehen.

Zusammenfassung: Veränderung geschieht niemals nur äußerlich, sondern immer auch im Kopf. Wenn wir uns verändern wollen, müssen wir auch ein neues Selbstbild für uns schaffen. Das geschieht normalerweise unterbewusst. Problematisch wird es, wenn uns unser altes Selbstbild davon abhält, ein neuer Mensch zu werden. Dann können wir allerdings bewusst nachhelfen und ein bewusstes neues Selbstbild kreieren. Dazu müssen wir uns zuerst über unser aktuelles Selbstbild und über unser Ziel-Selbstbild bewusst werden. Durch Visualisierungen, in denen wir unser neues Selbstbild miteinbauen, helfen wir unserem Kopf sich an das neue Selbstbild zu gewöhnen. Bis wir dort aber tatsächlich angelangt sind, kann es eine Zeit lang dauern.

Aufgabe: Kreiere wie oben beschrieben ein neues, positives Selbstbild von Dir und bau es in eine Visualisierung ein!

Bild oben: TEEZiLLA

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Odilia Wegener

Odilia ist Gesundheitscoach und widmet ihre Arbeit dem Erblühen der Lebenskräfte. Über die letzten Jahre hat sie sich ein großes Wissen über gesunde Gewohnheiten angeeignet und teilt sie hier auf ihrem Blog.
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