Mood FoodsEssen ist eine komplexe Angelegenheit. Eigentlich ist seine Funktion uns mit Energie und mit lebenswichtigen Bausteinen zu versorgen – das sind aber nicht immer die Gründe, warum wir essen.

Wir alle kennen Situationen, in denen wir essen, ohne dass wir Hunger haben. Wir haben irgendwie Lust was zu essen, Appetit, oder wollen uns einfach nur besser fühlen.

Interessanterweise sind es nicht nur der Geschmack und das Sättigungsgefühl, durch das wir uns gut fühlen, wenn wir essen. Viele Lebensmittel bestehen aus Stoffen, die unsere Stimmung regelrecht “manipulieren” können, ähnlich wie beim Konsum von Drogen, aber natürlich etwas subtiler.

Hier haben wir ein paar dieser “Mood Foods” gesammelt:

Schokolade

Schokolade ist ein wahrer Klassiker als Seelentröster. Zucker, Fett und Kakao führen dazu, dass zunächst Tryptophan, und dadurch das Glückshormon Serotonin gebildet werden kann. Die Wirkung des Serotonins ist in der Regel allerdings relativ kurz. Kein Wunder also, wenn wir es oft nicht bei einem Stück Schokolade bleiben lassen können.

Koffein

Koffein wie es in Kaffee, Cola und Tee vorkommt, ist einer der am weitesten verbreiteten Stimmungsaufheller. Schon kurze Zeit nach der Einnahme, erweitern sich unsere Blutgefäße und Bronchien. Das Nervensystem wird angeregt. Wir fühlen uns wacher und konzentrierter. Gerade wenn wir zuvor etwas müde waren, kommt die stimmungsaufhellende Wirkung zum Tragen.

Nudeln, Reis, Kartoffeln

Die Stärke aus Nudeln, Reis und Kartoffeln braucht eine Weile, bis sie vom Körper abgebaut wird. Bei der Umwandlung entstehen die beiden Glücksbotenstoffe Noradrenalin und Dopamin. Die Wirkung dieser Stoffe hält dann bis zu einige Stunden an.

Scharf

Capsaicin ist das Schlüsselwort, wenn es um scharfe Lebensmittel wie Chili oder Peperoni geht. Die Schmerzreize, die auf der Zunge und am Gaumen entstehen, sorgen dafür, dass der Körper mit einer Bildung von Endorphinen reagiert.

Vorsicht mit Mood Food

Essen, das unsere Stimmung manipuliert, sollten wir mit Vorsicht genießen. Capsaicin kann in höherer Dosis gefährlich für uns werden, Koffein kann uns leicht süchtig machen und Schokolade hat jede Menge Kalorien.

Problematisch wird es außerdem dann, wenn unsere Gesundheit darunter leidet, weil wir an unseren “Mood Foods” festhalten. Wenn es uns z.B. schwer fällt, mit dem Essen aufzuhören, weil wir es uns angewöhnt haben, aus emotionalen Gründen zu essen.

Solange wir unser Essverhalten aber im Griff haben, ist nichts dagegen einzuwenden, in Maßen auf Mood Foods zurückzugreifen.

Zusammenfassung: Dass wir uns gut fühlen, wenn wir essen, geht nicht nur auf das Sättigungsgefühl zurück. Vielmehr gibt es in vielen Nahrungsmitteln Stoffe, die unsere Stimmung manipulieren. Zu den am weitesten verbreiteten Stimmungsbeeinflussern gehören Koffein, Schokolade, Reis, Nudeln und Kartoffeln, sowie scharfe Lebensmittel wie Chili. Wir sollten aufpassen, nicht zu viel von diese Lebensmitteln zu essen und generell versuchen, nicht aus emotionalen Gründen zu essen. Hin und wieder auf Mood Foods zurückzugreifen, schadet allerdings nicht.

Aufgabe: Wie oft isst Du die obengenannten Mood Foods? Beobachte heute einmal, wie Essen Deine Stimmung beeinflusst!

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Odilia Wegener

Odilia ist Gesundheitscoach und widmet ihre Arbeit dem Erblühen der Lebenskräfte. Über die letzten Jahre hat sie sich ein großes Wissen über gesunde Gewohnheiten angeeignet und teilt sie hier auf ihrem Blog.
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