Positive ZieleDenk jetzt bitte nicht an einen rosa Elefanten! Nein, nicht an den rosa Elefanten denken! Ich sagte doch „NICHT“! Wenn Du tatsächlich versucht hast, nicht an einen rosa Elefanten zu denken, wirst Du festgestellt haben, dass das nicht so einfach funktioniert

Das liegt an den Eigenheiten unseres Gehirns. Unser Gehirn kann nämlich nicht negativ denken. „Nicht“ hat für unser Gehirn in dem Sinne keine Bedeutung.

Wenn wir damit beginnen, uns Ziele zu setzen, kommt es allerdings vor, dass wir dieses Prinzip missachten: Wir nehmen uns vor, KEINE Süßigkeiten mehr zu essen, wollen NICHT mehr zunehmen und NICHT mehr so viel rauchen. Dann wundern wir uns, warum wir trotzdem Süßigkeiten essen, weiterhin zunehmen und immer noch rauchen. Unser Gehirn kann sich keine Vorstellung davon machen, etwas nicht zu tun. Deswegen müssen wir darauf achten, unsere Ziele positiv zu formulieren.

Positive Ziele

Ein positives Ziel konzentriert sich auf die Dinge, die wir (tun) wollen, statt auf die Dinge, die wir nicht (tun) wollen. Hier einige Beispiele:

„keine Süßigkeiten mehr“ –> „Obst statt Süßigkeiten“
„nicht mehr zunehmen“ –> „Gewicht halten“
„nicht mehr so viel rauchen“ –> „maximal 5 Zigaretten am Tag“

Je besser Du Dir vorstellen kannst, wie Dein neues Verhalten aussehen soll, desto leichter wird es Dir fallen, Dein altes Verhalten einzustellen. Formulierst Du Deine Ziele sowieso schon positiv, kann es übrigens auch Sinn machen, mal die „negative“ Seite zu betrachten: Wenn es Dein Ziel ist, jeden Tag eine Stunde zu laufen, was wirst Du dafür jeden Tag eine Stunde weniger tun? Wirst Du jeden Tag eine Stunde weniger mit Deiner Familie verbringen oder wirst Du jeden Tag eine Stunde weniger fernsehen? Wenn Du vergisst, Dir darüber Gedanken zu machen, kann es sein, dass Du mit Deiner neuen Gewohnheit eine alte positive Gewohnheit ersetzt.

Zusammenfassung: Unser Gehirn tut sich schwer mit negativen Formulierungen: Es kann nur positiv denken. Deswegen müssen wir darauf achten, unsere Ziele positiv zu formulieren. Statt uns vorzunehmen, „nicht mehr so viel zu rauchen“, können wir uns zum Beispiel vornehmen, „maximal 5 Zigaretten am Tag zu rauchen“. Umgekehrt macht es jedoch auch Sinn, uns zu überlegen, welche Verhaltensweisen wir aufgeben wollen, wenn wir die neue Verhaltensweise in unser Leben integrieren wollen.

Aufgabe: Überprüfe, ob Deine Ziele positiv formuliert sind und formuliere sie eventuell um!

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Odilia Wegener

Odilia ist Gesundheitscoach und widmet ihre Arbeit dem Erblühen der Lebenskräfte. Über die letzten Jahre hat sie sich ein großes Wissen über gesunde Gewohnheiten angeeignet und teilt sie hier auf ihrem Blog.
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