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TomatenWas ist rot, außen knackig, innen weich und das beliebteste Gemüse der Deutschen? Richtig, es ist die Tomate. In Italien wird sie “pomodoro” genannt, zu deutsch: Goldapfel. Doch kann die Frucht halten, was ihr Name verspricht – und wie gesund sind Tomaten eigentlich?

Nährstoffe

Zunächst einmal kann die Tomate mit einigen gesunden Inhaltsstoffen glänzen. Da wäre z.B. Vitamin C, das bei 100 g Tomate mit 38 mg vorkommt. Bei einem Tagesbedarf von 100 mg ist man mit 200 g Tomaten also schon nahe dran. Auch der Kaliumgehalt ist relativ hoch: 280 mg sind in 100 g Tomaten enthalten. Mit 200 g Tomaten würde man ca. den Viertel des Tagesbedarfs decken. Darüber hinaus enthalten Tomaten Vitamin B1, B2, B3, Kalzium, Eisen, Magnesium, Natrium, Phosphor und Zink. Wie viele Obst- und Gemüsesorten hat die Tomate außerdem einen recht hohen Wassergehalt (95%), der auch für die verschwindend geringe Kalorienanzahl verantwortlich ist (17 kcal pro 100 g).

Lycopin

Ein wahrer Bonus ist jedoch das Lycopin, dass die Tomate enthält. Lycopin gehört zur Gruppe der Carotinoide und ist damit für den roten Farbton der Tomate verantwortlich. Doch dieser Stoff kann noch viel mehr als Früchte färben. In einer Studie mit mehr als 1000 Männern im Alter zwischen 46 und 65 fanden Wissenschaftler heraus, dass diejenigen, die den höchsten Lycopin-Gehalt im Blut hatten, ein um 55% vermindertes Schlaganfallrisiko hatten. Regelmäßiger Tomatenkonsum schützt also in hohem Grad vor Schlaganfällen.

Das Lycopin hat daneben noch einen weiteren, interessanten Effekt: Es schützt uns vor Sonnenbränden. Dies wurde 2002 von Forschers in Düsseldorf nachgewiesen. Übetreiben sollte man den Aufenthalt in der Sonne trotzdem nicht. Und auch wenn man bereits einen Sonnenbrand hat, kann die Tomate einen nicht vor einer Verschlimmerung schützen.

Tomaten – roh oder gekocht?

Die Tomate gehört dank ihrer Konsistenz zu den Gemüsesorten, die sich leicht verarbeiten lässt. Oft wird sie als Basis für Saucen verwendet. Doch ist das wirklich eine gute Idee? Sollten wir die Tomate lieber roh verzehren oder gekocht?
Tatsächlich haben beide Zubereitungsart Vor- und Nachteile. Wer die Tomate roh ist, profitiert vor allem von den vielen Vitaminen. Denn während des Kochens nimmt der Vitamingehalt teilweise ab. Allerdings ist bei der rohen Tomate das oben erwähnte Lycopin weniger gut verfügbar als bei gekochten Tomaten. Das bedeutet, dass es bei gekochten Tomaten besser vom Körper aufgenommen werden kann. Steigern lässt sich die Aufnahmefähigkeit noch mit ein wenig Fett. Es empfiehlt sich also, sowohl rohe, als auch gekochte Tomaten in den Speiseplan aufzunehmen.

Zusammenfassung: Tomaten glänzen mit einem hohen Vitamin C Gehalt und enthalten darüber hinaus Kalium, Vitamin B, Eisen, Magnesium, Natrium, Phosphor und Zink. Wegen des hohen Wassergehalts enthalten sie nur wenige Kalorien. Ein besonderer Bonus ist der Inhaltsstoff Lycopin. Dieser schützt nicht nur vor Sonnenbrand, sondern auch in hohem Maße vor Schlaganfällen. Während rohe Tomaten mehr Vitamine enthalten, ist in gekochten Tomaten das Lycopin besser verfügbar – es kann also besser vom Körper aufgenommen werden. Wer Tomaten sowohl roh, als auch gekocht isst, kann hier am meisten profitieren.

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Odilia Wegener

Odilia ist Gesundheitscoach und widmet ihre Arbeit dem Erblühen der Lebenskräfte. Über die letzten Jahre hat sie sich ein großes Wissen über gesunde Gewohnheiten angeeignet und teilt sie hier auf ihrem Blog.

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