ErnährungsumstellungDu hast die Entscheidung getroffen: Du willst deine Ernährung umstellen – und das am besten sofort! Aber warte, es gibt noch ein paar Dinge, die du wissen solltest…

Entgiftung

Zuerst der unangenehmste Teil. Je nachdem wie groß der Unterschied zwischen deiner jetzigen und deiner angestrebten Ernährung ist, wirst du in der Anfangsphase deiner Umstellung eventuell mit Entgiftungssymptomen konfrontiert. Dazu zählen etwa:

– Kopfschmerzen und Migräne
– Übelkeit
– verschleimte Nase und Nebenhöhlen bis hin zu Erkältungssymptomen
– Mundgeruch und Belag auf der Zunge
– Schwäche- und Mattheitsgefühl

Glücklicherweise dauern diese Erscheinungen meistens nur ein paar Tage an. Und wenn alles gut läuft, solltest du dich danach besser fühlen als vorher! Sieh es so: Sollten diese Symptome auftreten, reagiert dein Körper bereits auf die Ernährungsumstellung – das heißt, du bist auf einem guten Weg. Halte durch! Wenn du mitten in der Entgiftung steckst, hilf deinem Körper, die Giftstoffe schneller abzubauen, indem du dich täglich bewegst. Achte außerdem darauf, viel Wasser zu trinken.

Einkaufsumstellung

Jetzt wo du dich anders ernährst, musst du natürlich auch dein Einkaufsverhalten verändern. Currywurst und Schokolade einzukaufen bringt dir nichts, wenn du dich fortan hauptsächlich von Obst und Gemüse ernähren möchtest. Indem du dir schon vor dem Einkaufen Gedanken darüber machst, von welchen Lebensmittel du welche Mengen brauchst, fällt es dir beim Einkaufen leichter den Überblick zu bewahren und nichts zu vergessen. Fehlkalkulationen sind ein häufiger Anfängerfehler. Achte vor allem immer darauf genug Lebensmittel zuhause zu haben, die deiner neuen Essgewohnheit entsprechen. Sonst kann es nämlich sein, dass du doch mal zur Salami greifst, obwohl du auf Fleisch verzichten möchtest – einfach weil sich sonst nichts mehr Nahrhaftes in deinem Kühlschrank befindet.

Rezepte

Eine Ernährungsumstellung bedeutet oft, dass du auch anders kochen musst. Nur was? Diese Frage solltest du dir am besten stellen, bevor du Hals über Kopf auf Kohlenhydrate verzichtest, deinen Fleischkonsum einschränkst oder mehr Rohkost isst.Gesunde Rezepte gibt’s im Internet wie Sand am Meer. Diese herauszusuchen und auszuprobieren braucht allerdings schon ein wenig mehr Zeit und Mühe. Eventuell hast du diese Zeit (oder Kraft) bei deiner Umstellung nicht. Je mehr du schon darauf trainiert bist, Essen zuzubereiten, die deiner neuen Ernährung entsprechen, desto leichter wird dir auch die Umstellung fallen.

Nährstoffe

Vor allem wenn du auf Lebensmittel verzichten möchtest, die du zuvor häufig gegessen hast, kann es sein, dass du bei deiner Umstellung versehentlich auch auf Nährstoffe verzichtest, die du benötigst. Recherchiere also schon im Voraus, ob deine neue Ernährung alle wichtigen Nährstoffe enthält.

Psychologische Umstellung

Es ist immer eine Herausforderung, eine Gewohnheit umzustellen: Während die neue Gewohnheit noch nicht verankert ist, benutzt die alte Gewohnheit all ihre Energie, um dich an sie zu erinnern – fast als ob sie wüsste, dass sie ausgelöscht werden soll. Zwischen 3 und 6 Wochen dauert es normalerweise, bis sich der Körper und die Psyche an eine neue Gewohnheit anpasst. Erwarte also nicht, dass dein Appetit auf Burger, Süßigkeiten oder Kaffee morgen bereits verschwunden ist. Tatsächlich kann es sein, dass du trotz hoher Motivation erst mal vieles vermissen wirst.

Um die Zeit zu überbrücken, gibt es allerdings einen psychologischen Trick: Anstatt deine Ernährung für immer umzustellen, stell sie erst mal nur für 30 Tage um. Teste die neue Gewohnheit einfach mal für 30 Tage aus, wie eine Demosoftware, die nach 4 Wochen abläuft. Nach diesem Zeitraum erfüllst du alle Voraussetzungen, um die Gewohnheit beizubehalten, falls sie dir gefällt, oder aber wieder abzubrechen, falls du mit den Ergebnissen doch nicht zufrieden bist.Etwas nur für 30 Tage zu ändern, wird dein Gehirn leichter akzeptieren, als etwas für den Rest deines Lebens zu ändern: Im schlimmsten Fall kannst du schließlich wieder zurück switchen – nach 30 Tagen.

Zusammenfassung: Ernährungsumstellungen sind nicht ganz einfach. Deswegen ist es wichtig, dich ausgiebig auf deine neue Gewohnheit vorzubereiten. Entgiftungserscheinungen kann man schwer vorbeugen. Allerdings kannst du sie mit täglicher Bewegung und viel Wasser vermindern. Besser vorbereiten kannst du dich auf die Umstellung des Einkaufs- und Kochverhaltens. Wenn du vor deiner Umstellung bereits mit deiner neuen Ernährungsweise experimentierst, wirst du weniger Schwierigkeiten beim umsetzen haben. Vorab solltest du auch klären, ob deine neue Ernährungsweise auch alle wichtigen Nährstoffe enthält. Ein Trick, um die psychologische Umstellung leichter zu machen ist es, die neue Gewohnheit erst mal 30 Tage lang zu testen.

Aufgabe: Wie gut bist du auf deine Ernährungsumstellung vorbereitet? Und in welchen Bereichen musst du noch bessere Vorbereitungen treffen? Welchen Schritt kannst du heute tun, um dich besser vorzubereiten? Führe diese Schritte aus!

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Odilia Wegener

Odilia ist Gesundheitscoach und widmet ihre Arbeit dem Erblühen der Lebenskräfte. Über die letzten Jahre hat sie sich ein großes Wissen über gesunde Gewohnheiten angeeignet und teilt sie hier auf ihrem Blog.
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