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AntriebslosigkeitAntriebslosigkeit hat viele Ursachen. Nicht immer sind Medikamente die erste Wahl. In vielen Fällen genügt es, seine Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten zu ändern.

Jeder sechste hat den Montagsblues: Laut einer Forsa-Umfrage fühlen sich viele nach dem Wochenende antriebslos. Dieser Spuk ist für die meisten bereits am Dienstag vorbei. Dann haben sie ihren gewohnten Schwung wieder. Doch das trifft nicht auf alle Bundesbürger zu. Wenn Sie auch am Mittwoch, Donnerstag oder die darauffolgenden Wochen schlapp durchs Leben gehen, ist Vorsicht angesagt! Hinter der Antriebslosigkeit verbergen sich häufig körperliche oder psychische Belastungen sowie Mangelerscheinungen.

Antriebslos durch Mangel an Zink, Jod, Vitamin D oder Eisen

Obwohl wir nach Herzenslust abwechslungsreich essen können, gibt es in Deutschland noch immer Nährstoffmangel. Einseitige Ernährung und Stress können Ursachen dafür sein. Der Mangel an Zink, Jod, Eisen, Kalium, Magnesium, Natrium oder Vitamin D oder B äußert sich auch in Antriebslosigkeit. Dann helfen geänderte Ernährungsgewohnheiten. Das macht den Griff zu Nahrungsergänzungsmitteln unnötig. Frisches und gesundes Essen enthält neben Mineralstoffen auch wertvolle Vitamine. Vitamin D bildet der Körper allerdings nur mit Hilfe des Sonnenlichtes. Deshalb ist es für Sie immens wichtig, täglich Sonne zu tanken. Schokolade und Chili sorgen hingegen für kurzfristige Glücksmomente. Ob scharf oder süß, beide Lebensmittel setzen Endorphine – so genannte Glückshormone – frei.

Antriebslosigkeit fördert Winter- oder Frühjahresmüdigkeit

Ein weiteres Mittel gegen Antriebslosigkeit ist die regelmäßige Bewegung an der frischen Luft. Wenn die Tage kürzer und kühler werden, igeln sich die meisten von uns ein. Da sie sich kaum bewegen, überkommt viele die Winter- und Frühjahresmüdigkeit. Ein Symptom ist dann die Antriebslosigkeit. Wer viel schläft, schwer aus dem Bett kommt und übermäßig Süßigkeiten schlemmt, kann an einer so genannten Winterdepression leiden. Laut der Technischen Krankenkasse sind davon knapp ein Drittel der Bundesbürger betroffen. Gesundheitsexperten empfehlen, sich moderat an der frischen Luft zu bewegen – ob bei Sonnenschein oder bei Regen. Damit wird die Produktion des Schlafhormons Melatonin beeinflusst, das uns sonst antriebslos werden lässt. Bewegung hilft Winterschläfern, Frühlingsmüden und Winterdepressiven aus dem Stimmungstief.

Unterschied von antriebsloser Stimmung zu einer normalen Depression

Die Winterdepression unterscheidet sich eindeutig von einer normalen Depression. Depressive leiden unter Schlaf- und Appetitlosigkeit, die beispielsweise durch Druck und Überlastung ausgelöst werden. Solltest Du Symptome wie Interessensverlust, Antriebslosigkeit, Reizbarkeit sowie Appetit- und Gewichtsverlust mindestens zwei Wochen verspüren, dann ist der Gang zum Arzt ratsam.

Psychische Belastungen

Sonne, Ernährung und Bewegung entlasten, sind aber nicht in allen Situationen die alleinigen Mittel gegen Antriebslosigkeit. Eine Studie der Universität Kassel besagt, dass sich ein Großteil der deutschen Bevölkerung aus der Gesellschaft ausgeschlossen fühlt. Sorgen um die Zukunft, um die finanzielle Situation und um den Arbeitsplatz belasten mehr als die Hälfte. Infolgedessen erhöht sich das Risiko, später an Antriebslosigkeit und an anderen psychosomatischen Erkrankungen zu leiden.

Antriebslosigkeit und körperliche Erkrankungen

Wer sich antriebslos fühlt, muss nicht unbedingt unter psychischen Belastungen leiden. Dieses Gefühl kann sogar mit körperlichen Störungen einhergehen. Antriebslosigkeit ist möglicherweise ein Zeichen für eine Schilddrüsenunterfunktion oder für eine Diabetes. Wenn Sie vermuten, unter einer dieser Krankheiten zu leiden, dann sollten Sie unbedingt den Arzt aufsuchen.

Sichere Mittel gegen Antriebslosigkeit

Um aus dem Energieloch raus zu kommen, gibt es zwei einfache Mittel, die Dir nachhaltig helfen können: gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung. Eine halbe Stunde Bewegung am Tag genügt, um die Antriebslosigkeit zu überwinden und sich langfristig davor zu schützen. Du musst keinen exzessiven Sport betreiben, denn weitaus wirkungsvoller ist moderate Bewegung – aber dafür täglich. Nur wenn Du regelmäßig spazieren gehest oder einen längeren Arbeitsweg zu Fuß einplanst, spürst Du eine positive Wirkung. Es hilft nichts, ein Mal in der Woche vier Stunden am Stück zu Joggen. Das Geheimnis liegt in der Gewohnheit und Wiederholung. Der Erfolg und das Stimmungshoch sind auf langer Sicht garantiert, wenn die moderate Bewegung fest im Tagesplan verankert ist und Du diese nicht mehr missen willst.

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Odilia Wegener

Odilia ist Gesundheitscoach und widmet ihre Arbeit dem Erblühen der Lebenskräfte. Über die letzten Jahre hat sie sich ein großes Wissen über gesunde Gewohnheiten angeeignet und teilt sie hier auf ihrem Blog.

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