SchlafSchlafen ist eines unserer absoluten Grundbedürfnisse. Auch wenn wir mit Koffein und anderen Aufputschmitteln diesem Bedürfnis eine Zeit lang entgegenwirken können, gewinnt am Ende doch immer der Schlaf.

Warum der Mensch genau schlafen muss und was alles während des Schlafes passiert, ist noch immer nicht ganz erforscht. Sicher ist, dass Wachstumshormone ausgeschüttet werden, die unseren Muskeln helfen, sich zu vergrößern. Auch das Hormon Renin, das für die Nierenfunktion wichtig ist, steigt während des Schlafens an.

Was außerdem sicher ist: Unser Gehirn schläft eigentlich nicht während des Schlafes. Abwechselnd verändert es die Frequenzen, die es ausstrahlt, während es sich zuerst im leichten Schlaf, dann im Tiefschlaf und später im REM-Schlaf befindet. Im REM-Schlaf strahlt das Gehirn sogar Frequenzen aus, die dem des Wachseins sehr ähnlich sind: In dieser Phase träumen wir (selbst wenn wir uns oft nicht mehr daran erinnern).

Auch wenn wir nicht genau wissen, wofür unser Schlaf genau verantwortlich ist, wissen wir alle: Minderwertiger Schlaf = minderwertige Lebensqualität. Wir fühlen uns müde und unausgeruht, wenn wir schlecht oder gar nicht schlafen. Unsere Leistungsfähigkeit lässt nach, je müder wir werden und wir sind nicht mehr fähig, uns zu konzentrieren.

Wenn wir unseren Alltag wach, fit und energetisch erleben wollen, müssen wir dafür sorgen, dass wir 1) genug schlafen und dass 2) unser Schlaf eine hohe Qualität hat.

Wie viel Schlaf braucht der Mensch?

Man geht davon aus, dass sechs bis acht Stunden Schlaf gesund sind. Allerdings gibt es auch viele Menschen, die sich mit weniger oder mehr Schlaf besser fühlen. Generalisieren lässt sich die gesunde Schlafdauer also nicht. Wenn Du selbst mit Deiner Schlafdauer experimentierst, kannst Du am besten herausfinden, mit wie viel Schlaf Du Dich tagsüber am besten fühlst.

Gesund schlafen

Schlafrhythmus

Ein regelmäßiger Schlafrhythmus macht es Deinem Körper leichter, sich zur richtigen Zeit auf Schlaf einzustellen bzw. zur richtigen Tageszeit wieder fit zu sein. Am besten kannst Du einen regelmäßigen Schlafrhythmus trainieren, indem Du täglich zur selben Zeit aufstehst. Auch am Wochenende solltest Du zum Beispiel nicht allzu sehr von dieser Uhrzeit abweichen, weil sich Dein Schlafrhythmus sonst wieder verschiebt und sich Dein Körper umgewöhnt.

Runter kommen

Wer sich vor dem Schlafen gehen die Zeit nimmt, mental und emotional herunterzufahren, hat eine bessere Chance schnell einzuschlafen als der, der aufgeregt oder aufgebracht zu Bett geht. Fernsehen regt oftmals auf, während lesen oft abregt. Und wenn Du wütend zu Bett gehst, wirst Du länger zum Einschlafen brauchen, als wenn Du Dich in einem friedvollen Zustand befindest.

Essverhalten

Vor dem Schlafengehen solltest Du nicht mehr viel zu Dir nehmen. Und wenn Du etwas isst, dann bitte etwas leichtes: Dein Körper muss sonst die Energie, die er eigentlich zum Erholen und Reparieren benötigt, in Deinen Verdauungsapparat stecken. Auch kalte Getränke regen den Körper an und gestalten das Einschlafen schwieriger.Koffein verhindert mit seiner aufputschenden Wirkung nicht nur das Einschlafen, sondern reduziert auch die Tiefe und die Qualität des Schlafes. Und auch Alkohol macht es dem Körper schwer, sich vollständig zu erholen.

Gewohnheiten

Viele Experten empfehlen, sich Schlaf- und Bettrituale anzueignen: Demnach sollte das Bett auch nur zum Schlafen genutzt werden (und nicht zum Beispiel zum Fernsehen, Essen oder Arbeiten). Außerdem kann man sich Routinen vor dem zu Bett gehen aneignen, mit denen sich der Körper auf die Schlafenszeit einstellen kann: Zum Beispiel ein Spaziergang oder ein warmes Bad.

Störfaktoren reduzieren

Je beruhigter der Körper schlafen kann, desto besser. Deswegen empfiehlt es sich im Schlafzimmer Lärm- und Lichtquellen zu beseitigen, sowie Elektrogeräte auszustecken, um Elektrostress zu vermeiden.

Schlafzimmer

Frische Luft und eine gute Temperatur tun ihr Übriges für eine optimale Schlafqualität. Die optimale Raumtemperatur zum Schlafen liegt zwischen 14°C und 18°C.

Zusammenfassung: Der Mensch muss Schlafen. Warum, ist noch nicht ganz geklärt. Sicher ist jedenfalls, dass sich der Körper während des Schlafes regeneriert und Hormone ausschüttet. Eine minderwertige Schlafqualität wirkt sich negativ auf unser Leben aus: Wir werden müde, unkonzentriert und schwach. Wollen wir uns fit und energetisch fühlen, müssen wir einerseits genug schlafen und andererseits darauf achten, eine hohe Schlafqualität sicherzustellen. Wie viel wir im Schnitt schlafen müssen, ist individuell unterschiedlich, sechs bis acht Stunden sind jedoch die Regel. Unsere Schlafqualität können wir verbessern, indem wir einen gesunden Schlafrhythmus einhalten, emotional und mental herunterfahren, bevor wir zu Bett gehen, ein vorteilhaftes Essverhalten pflegen, uns feste Schlafgewohnheiten zulegen, Störfaktoren reduzieren und unser Schlafzimmer unseren Bedürfnissen anpassen.

Aufgabe: Was sind Deine Schlafgewohnheiten? Wann und wie lange schläfst Du? Fühlst Du Dich fit und energetisch nach dem Aufstehen? Nutze einen der oberen Tipps, um Deine Schlafqualität heute zu steigern!

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Odilia Wegener

Odilia ist Gesundheitscoach und widmet ihre Arbeit dem Erblühen der Lebenskräfte. Über die letzten Jahre hat sie sich ein großes Wissen über gesunde Gewohnheiten angeeignet und teilt sie hier auf ihrem Blog.
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